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67269 Grünstadt

Telefon: 06359/2777 - Fax: 06359/92217
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Schulkonzept

 

Konzept zur Unterstützten Kommunikation (UK) der Hans- Zulliger-Schule Grünstadt

 

  • Was ist „Unterstützte Kommunikation-UK“?

Unterstützte Kommunikation

= engl AAC= alternative and augmentative communication

 meint alternative und ergänzende Kommunikationsmöglichkeiten für Menschen, die nicht oder nicht ausreichend sprechen und/oder kommunizieren können.

Im Rahmen der Unterstützten Kommunikation werden Gegenstände, Symbole, Fotos oder Schrift verwendet, um mit Hilfe von Kommunikationstafeln oder Ich-Tagebüchern, Gebärdensprache oder elektronischen Sprachausgabegeräten (Taster, Talker, iPad) zu sprechen.

  • Warum gibt es das Angebot unterstützter Kommunikation an unserer Schule?

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch das Bedürfnis nach Kontakt und Austausch hat.

Einige Schülerinnen und Schüler unserer Schule sind jedoch aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Behinderung so stark eingeschränkt, dass sie vorübergehend oder dauerhaft

  • kaum,
  • gar nicht,
  • nur einem vertrauten Personenkreis gegenüber
  • oder nur unter günstigen Umstanden

lautsprachlich erfolgreich kommunizieren können. Für sie bietet UK eine alternative, unterstützende Kommunikationsform.

Andere Schüler/-innen nutzen Lautsprache, ihre sprachlichen Möglichkeiten sind jedoch begrenzt, so dass sie viele kommunikative Situationen nicht bewältigen können. Hier kann Unterstützte Kommunikation durch positive Kommunikationserfahrungen den Lautspracherwerb fördern und ergänzen.

Gelingende Kommunikation verringert Abhängigkeiten. Sie ermöglicht Teilhabe an der Gemeinschaft und Gestaltungsmöglichkeiten für das eigene Leben.

Daher ist die Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten unserer Schüler/-innen ein zentrales Ziel unserer Schule und Unterrichtsprinzip in allen Schulfächern.

  • Wie verfolgen wir das Unterrichtsprinzip „Unterstützte Kommunikation“?

 

  • Wir verwenden Gebärden, Lautsprache und Symbole möglichst parallel im Bereich UK, d.h. wir fordern neben Gebärden oder dem Zeigen von Symbolen immer auch Lautsprache in Form von Lauten, Silben oder ganzen Worten ein. Unsere Schüler/-innen reagieren sehr unterschiedlich auf die UK-Angebote. Manche erschließen sich sehr schnell die Nutzung von Gebärden, andere gebrauchen eher die Symbole. Das Angebot verschiedener Systeme soll allen eine Zugangsmöglichkeit bieten.
  • UK Förderung erfolgt nicht nur in gesonderten Förderstunden, sondern ist Unterrichtsprinzip, d.h. wir gebärden vor allem lautsprachunterstützend oder –begleitend in allen kommunikativen Situationen. Dies bedeutet, dass wir meist keine kompletten Sätze gebärden und uns nicht an der Grammatik der Gebärdensprache orientieren. Wir gebärden stattdessen wesentliche Schlüsselworte oder übersetzen die Lautsprache eins zu eins durch Gebärden. Tages- und- Unterrichtsabläufe werden visualisiert, ebenso wie Sachinhalte aus dem Unterricht. Dabei nutzen wir Symbolkarten, Symboltafeln mit wenigen Symbolen oder das ipad zur Abbildung.
  • Symbole und Gebärden sind in den Schulalltag eingebunden z.B. durch Gebärdenlieder, Beschriftung aller Räume mit Symbolen und Verwendung von Symbolen und Gebärdenbildern auf Arbeitsblättern.
  • Schwerpunkte der UK-Förderung sind die Morgen- und Erzählkreise und die UK-Kreise in den unteren Klassenstufen
  • Unsere UK-Förderung orientiert sich an einem „Kernwortschatz“ (vgl. Wortschatzstudien von Boenisch/Sachse Uni Köln 2003-2006). Dies bedeutet, dass wir uns bemühen, unseren Schüler/-innen die am häufigsten verwendeten Wörter der deutschen Sprache zu vermitteln. Das sind vor allem „kleine Wörter“ wie Pronomen, Präpositionen, Adverbien und Konjunktionen (ich, du, und, mit, auch, oder...), aber auch Verben und Hilfsverben (haben, sein, können, müssen...), einige wenige Substantive (Mama, Papa, Auto, Ball...). Ergänzt werden diese Begriffe durch wichtige schulische Begriffe (Stundenplan, Tagesabläufe...) und individuell wichtige Begriffe (Namen der Bezugspersonen, besondere Interessen...)
  • Wir verfolgen das Prinzip des „Modelling“, d.h. alle Lehrkräfte nutzen (soweit möglich) Gebärden und Symbole zur Kommunikation. Zu lernende Begriffe sollen mit UK-Mitteln hochfrequent angeboten werden- ähnlich wie in der frühen Sprachentwicklung eines Kindes.

  • Schulinterne Vereinbarungen für UK

    • An der Schule gibt es ein UK-Team, in dem jede Klasse und die Schulleitung vertreten ist. Frau Weyh ist die UK-Beauftragte der Schule, die zusammen mit dem Team den Schulentwicklungsprozess steuert. Das Team trägt die gemeinsam festgelegten Vereinbarungen in die Klassen und meldet Bedarfe und Probleme zurück.
    • Im regelmäßig stattfindenden Schul-Morgenkreis werden die neuen Kernwortschatzbegriffe vorgestellt und geübt. Reihum stellen Klassen/Lehrkräfte Spiele oder Lieder vor, mit denen der Kernwortschatz geübt werden kann. In Konferenzen und/oder Teams wird Raum zum Üben der UK-Mittel gegeben.
    • Wir verwenden das Symbolsystem „Metacom“ von Anette Kitzinger. Für die tagesstrukturierenden Stundenplan-Symbole wurden aus dem großen Angebot der Metacom-Symbole einheitliche Zeichen festgelegt. Diese werden in allen Klassen im Morgenkreis und bei den individuellen Tages- und Stundenplänen genutzt.
    • Wenn weitere Symbole gebraucht werden und Metacom verschiedene Optionen bietet, orientieren wir uns an dem Symbol, das im Kommunikationsprogramm „Metatalk“ verwendet wird.
    • Wir verwenden Gebärden der Deutschen Gebärdensprache (DGS). Dabei orientieren wir uns aufgrund der vielen unterschiedlichen, oft dialektal geprägten DGS-Gebärden an der Gebärdensammlung nach Karin Kestner. Bereits erlernte Gebärden, die davon abweichen, werden nach und nach durch die Kestner-Gebärden ersetzt.
    • Jede Klasse verfügt über zwei klasseneigene iPads, auf denen die Kommunikationsprogramme GotalkNow und Metatalk, sowie die Gebärdensammlung nach Kestner vorhanden sind. Die ipads werden im Unterricht genutzt, die Lehrkräfte können sie zum Selbststudium mit nach Hause nehmen.
    • Wir erstellen nach und nach einen schuleigenen Kernwortschatz. Dieser entsteht aus den regelmäßig im Schul-Morgenkreis eingeführten und eingeübten Begriffen, die zuvor im UK-Team festgelegt worden sind.
    • Wir arbeiten mit der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation Ludwigshafen zusammen.
    • Unsere Logopädinnen, die in der Schule Therapie anbieten, werden über den aktuellen Stand des Kernwortschatz und der Arbeit mit den iPads informiert. Zu thematischen Studientagen werden auch die Integrationsfachkräfte und Logopädinnen eingeladen.

Verabschiedet durch die Gesamtkonferenz der Schule am 22.11.2019

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